Fortbildungsgruppe Familienstellen


Seit März 2009 läuft die dritte Fortbildungsgruppe zum Thema “Aufstellungsarbeit" (nach Bert Hellinger).
Folgende Punkte werden in dieser Fortbildung schwerpunkthaft behandelt:
1. Grundlegende theoretische Muster für die Arbeit in syste­mischen Aufstellungen (in Familien, Organisationen, in Kon­flikten und Strukturen).
2. Techniken der Aufstellungen und methodische Grundschritte (sowohl in der “klassischen“ Form des Familienstel­lens als auch in der Form der “Bewegungen der Seele“).
3. Einüben von Theorie und Praxis mit entsprechenden Supervisionen (auch mit Hilfe von Videos und anschließender Diskussion).

 

Die Fortbildungsgruppe wird 9 Seminare umfassen und wird maximal 18 Fortbildungs-Teilnehmer aufnehmen. An jedem Seminar (außer dem ersten) werden zusätzlich ca. 15 Klienten mit einem Anliegen teilnehmen (die nicht Teil der Fortbildungsgruppe sind) und die ihre Familie oder ein anderes Anliegen selbst aufstellen wollen. Sie bilden gleichsam den Pool, in dem der Lernprozess der Gruppe stattfindet.
Jedes Seminar umfasst dreieinhalb Tage (Do. 18 - 22h, Freitag 10 - 21 Uhr, Sa. 10. - 20h So. 9 - 17h). Die Teilnehmer, die aufstellen wollen, stoßen erst am Freitag um 17h dazu, so dass der Donnerstag und dreiviertel des Freitags nur für die Fortbildungs-Kandidaten reserviert ist. (Sei es für eigene Anliegen, sei es für Theorie, Methodik oder andere Fragestellungen).

Das erste Seminar wird ohne fremde Aufstellungen stattfinden und nur dem theoretischen und methodischen Teil gewidmet sein (und - wenn gewünscht - für Aufstellungen der Fortbildungsteilnehmer).
Die weiteren Seminare werden im Abstand von ca. 9 Wochen stattfinden.
Zwischen den Seminarterminen gibt es Termine für gruppeninterne Sitzungen. Diese Termine werden von Eveline Muhr geleitet und finden jeweils Samstags statt. Von 13h bis 19h, werden Videos von Bert Hellinger angeschaut und im Kontext der Ausbildung diskutiert.
Diese internen Gruppentermine sind kostenlos. Wem die Anreise zu weit oder zu kompliziert ist (oder er gerade im Urlaub ist), der kann sich die Videos auch schicken lassen und sie zu Hause anschauen. Das gilt aber nur in Ausnahmefällen, denn er verpasst die anschließenden Diskussionen.

Folgende theoretische und praktische Figuren sind der entscheidende Teil der Ausbildung:
Die Ordnungen der Liebe • Wer gehört dazu? • Die Rangfolge• Geben und Nehmen und der Ausgleich • Die Früheren und die Späteren • Liebe - Verstrickung - Lösung • Die ver­schiedenen Arten der Gefühle • Übertragung und Gegenübertragung • Die unterbrochene Hinbewegung • Persönliches und überpersönliches (Sippen-) Gewissen • Schuld und Sühne • Die Übernahme • Die Opfer und die Täter • Das wissende Feld • Die phänomenologische Haltung • Die Bewegungen der Seele • Paarbeziehungen • Das Partnerschaftsvermögen • Ab­treibungen • sexueller Missbrauch • Trennungen und ihre Auf­arbeitung • Adoptionen • •Krankheit • Traumata • Kriegsereignisse • Vergewaltigung • Vaterland und Muttersprache • körperliche Mißbildungen • Zustimmung zu Schicksal, Tod und lebensbedrohenden Erkrankungen • Rundenarbeit

Wer - aus welchen Gründen auch immer - die Ausbildung abbricht, kann die nicht verbrauchten Gelder nur zurück erhalten, wenn ein neuer Teilnehmer nachrückt. Das aber ist (je weiter der Prozess fortschreitet) unwahrscheinlich und sollte bei der Anmeldung berücksichtigt werden.

Jeder Teilnehmer muss für seine Unterbringung selbst sorgen; wenn gewünscht, ist Eveline Muhr bei der Beschaffung von Hotels, Pensionen etc. in der Umgebung behilflich.

Wir erwarten von den Teilnehmern, dass sie bei einem erfahrenen Familien-Steller in jedem Fall (vor der Fortbildung) ihre Gegenwarts- und Herkunftsfamilie aufgestellt haben. Des Weiteren halten wir es für sehr sinnvoll, dass die Teilnehmer sich im Laufe des Prozesses auch Seminare einiger anderer Familiensteller anschauen, um so viele Stile wie möglich kennen zu lernen.

Die Fortbildung richtet sich an Teilnehmer aus helfenden, beratenden oder heilenden Berufen. Diese müssen sich um eine Erlaubnis zur Ausübung der in dieser Fortbildung eingeübten Fertigkeiten selbst bemühen. Diese Erlaubnis ist von Land zu Land verschieden.

ACHTUNG - NEU!
Es gibt mit der WILAK in Wien eine Übereinkunft, dass dieser Kurs bei der staatlich anerkannten Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater angerechnet werden kann. Bei Interesse, bitte bei uns nachfragen!


Die wesentliche Unterscheidung

“Da liegt die Kraft! Das ist für mich die wesentliche Unterscheidung: ist da Kraft drin oder nicht. Gibt es mehr Kraft oder nimmt es Kraft weg? Eigentlich ganz einfach! Wer das verstanden hat, der braucht keine große und lange Ausbildung. Die meisten Ausbildungen dienen nämlich dazu, etwas zu überspielen. Habe ich zu viel gesagt?
O.k. ich nehme das zurück.“ (Bert Hellinger in Bad Kreuzuach, März 2003)

Seminatleitung: Dr. Peter Orban

 

Für die Termine, bitte hier klicken